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Dezember 2011: Diäten - ein Gesundheitsrisiko
Jänner 2012: Umweltschutz beginnt beim Essen
Februar 2012: Stevia, die süße Revolution

Diäten: Ein Gesundheitsrisiko


Die meisten Diäten sind sinnlos! Nicht nur das - Sie bedeuten durchaus auch eine ernst zu nehmende Gefahr für die Gesundheit. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die diese Aussage belegen. Obwohl Ärzte und Diaetologen vor dem Diätwahnsinn warnen, locken immer wieder unrealistische Erfolgsversprechungen, die nur für kurze Zeit einzuhalten sind und den Genuss beim Essen nehmen.


5 mögliche Folgen von Diäten:

Gewicht runter - Gewicht rauf
Die vermehrte Gewichtszunahme ist wohl die bekannteste Folge nach einer Diät. Aber nicht nur, dass es lästig und frustrierend ist, sie stellt auch ein gesundheitliches Risiko dar. Da das Körpergewicht durch den Jojo - Effekt meist höher ist als das Ausgangsgewicht, erfolgt eine ständige Gewichtszunahme. Das belastet das Herzkreislaufsystem, die Gelenke und Wirbelsäule, erhöht das Risiko einer Krebserkrankung und für Diabetes Typ 2.

Muskeln ade
Bei einseitigen und strengen Diäten verliert man langfristig mehr Muskelmasse als gewünschte Fettmasse. Da aber vor allem Muskeln Energie verbrauchen, sinkt der Energieumsatz. Ein sehr schneller Abbau von Muskelgewebe kann sogar die Nieren schädigen und die Harnsäurekonzentration im Blut erhöhen, was zu Gichtanfällen führen kann.

Es wird kalt
Durch die starke Kalorienreduktion produziert unser Körper weniger Wärme. Das hat zur Folge, dass man einerseits leichter friert und andererseits der Körper darauf "trainiert" wird, mehr Fett zu speichern.

Wenig gekaut ist falsch verdaut
Durch eine sehr einseitige Diät (z.B.: nur Suppen oder Gemüsesäfte) kann die Verdauungsfunktion nachlassen. In manchen Fällen entsteht sogar eine dauerhafte Unverträglichkeit, weil notwendige Verdauungsenzyme während der Diät nicht mehr produziert werden.

Mehr Frust, keine Lust
Hungern führt bekanntlich zu mieser Stimmung. Zur schlechten Laune tragen auch das
"Nein-Sagen-Müssen" und die ständige Rechtfertigung "auf Diät zu sein" bei.


Schon der Deutsche Schauspieler Gert Fröbe meinte treffend:
"Das Erste, was man bei einer Abmagerungskur verliert, ist die gute Laune."

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Umweltschutz beginnt beim Essen




20 % der Treibhausgas-Emissionen sind ernährungsbedingt. Lebensmittel, die von einem Ende der Welt ans andere gekarrt werden, Massentierhaltung und Verarbeitung der Nahrung verschmutzen unsere Umwelt in einem ernstzunehmenden Ausmaß.
Dieser Artikel soll zu gesundem Essen UND Umweltschutz animieren. Beides lässt sich wunderbar mit einem bewussten Einkaufs- und Essverhalten vereinen. Wenn jeder einzelne von uns seinen Teil dazu beiträgt, erweisen wir sowohl uns, als auch den nächsten Generationen einen wertvollen Dienst.

Lebensmittel verursachen Treibhausgase
Für wieviel Treibhausgase ein Lebensmittel verantwortlich zeichnet, gibt das sog. CO2-Äquivalent (CO2-Äqu.) an. Anhand dieses Indikators kann der Verbraucher ablesen, ob er es mit einem umweltverträglichen Lebensmittel zu tun hat oder nicht. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, die aus Massentierhaltung stammen und weite Transportwege hinter sich haben, haben ein hohes CO2-Äqu. Allein der Transport mit einem Flugzeug verschlechtert den Wert um ein Zigfaches.
Um einiges besser schneidet Fleisch ab, das aus der Region und aus biologischer Landwirtschaft stammt. Generell hat pflanzliche Kost wie Getreide, Obst und Gemüse geringe CO2-Äqu.

Regionalität spart Energie
Wer regionale Lebensmittel bevorzugt, leistet einerseits einen Beitrag zu mehr Arbeitsplätzen in der Region und schont andererseits Energieressourcen; Energie- und Rohstoffe, die für den Transport notwendig sind, wie etwa ausgestoßene Schadstoffe beim Transport von Erdbeeren aus den Trockengebieten Spaniens, verschlechtern die Klimabilanz.

Wasser - ein ganz besonderer Saft
Apropos Erdbeeren aus Spanien: Wer Obst und Gemüse aus ähnlichen trockenen Gegenden der Welt kauft, sollte sich bewusst machen, dass Wasser gerade dort ein sehr kostbares Gut ist. Wasser, das auf die Felder geleitet wird, den Menschen vor Ort aber immer öfter für den täglichen Gebrauch fehlt. Die WHO hat errechnet, dass unser Konsumverhalten (Bewässerung von Lebensmitteln, Transport, usw. eingerechnet) zur Zeit zu einem Wasserverbrauch von 4.000 (!!) Litern Wasser pro Kopf pro Jahr führt.

Fairer Handel
Produkte, die das BIO Fair Trade Siegel tragen, kosten etwas mehr. Diese Mehreinnahmen werden in eine faire Bezahlung (z.B.: Arbeiter auf Kakao- und Kaffeeplantagen) und Bildung, also in Nachhaltigkeit vor Ort, gesteckt. Es sollte uns beim Kauf von zu billigen Lebensmitteln klar werden, dass jemand anderer draufzahlt. Sei es durch unethische Arbeitsbedingungen oder schlechte Entlohnung - oder beides.

Ungerecht verteilt
20 % der Bevölkerung unseres Planeten verschleudern 80 % der Umweltressourcen. Dabei stehen Europa und die USA an der Spitze. Wie das funktionieren kann? Indem man das auf Kosten der sog. armen Länder macht. Die UNO meint: Wir sind nicht zu viele Menschen auf Mutter Erde, sondern haben die Ressourcen höchst ungerecht verteilt!

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Stevia, die süße Revolution

Stevia rebaudiana (Süßkraut oder Honigkraut) ist seit 2. Dezember 2011 in der EU als E 960 zugelassen. Zuvor hat es eine regelrechte Schlacht um diese südamerikanische Pflanze gegeben, die den Lebensmittelmarkt revolutionieren sollte. Viele Unklarheiten und Unwahrheiten kursieren um das beinahe kalorienfreie Süßungsmittel. Experten sind skeptisch, die Industrie sieht darin eine Goldquelle.


Allgemeines zu Stevia
Die Pflanze wird schon seit Jahrhunderten wegen ihrer starken Süßkraft als Süßstoff verwendet. Im Dezember 2011 wurden die hauptsächlich aus Steviosid bestehenden Steviolglycoside durch die Europäische Kommission formell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

Stevia hat eine bis zu 300-mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker, ist beinahe kalorienfrei, ist für Diabetiker geeignet, nicht kariesbildend und hat keine abführende Wirkung. Vor der Zulassung in der EU gab es Diskussionen über genotoxische Folgen, die jedoch nicht bestätigt werden konnten. Zur Vorsicht wurde allerdings ein Verzehrshöchstwert pro Tag von 4 mg pro kg Körpergewicht für Stevia festgelegt.

Stevia wird als Tabs, als Steviakristalle und als Flüssigkeit in Reformhäusern und im Großhandel angeboten. Der Geschmack ist abhängig von der Zusammensetzung der Glycoside und erinnert leicht an Lakritze. Stevia ist hitzestabil und eignet sich daher zum Kochen und Backen.


Große Erwartungen an eine kleine Pflanze
All diese positiven Eigenschaften klingen vielversprechend. Die Lebensmittelindustrie sieht darin eine Alternative zu Zucker und anderen Süßungsmitteln und bewirbt Stevia als Wundermittel speziell im Bereich bei Übergewicht und Diabetes.


Man bedenke ...
... dass in den letzten Jahrzehnten unzählige Produkte auf den Markt gebracht wurden, die die Folgen der Wohlstandsgesellschaft verharmlosen sollten. Die Bezeichnungen "fettarm", "zuckerfrei", "light" und "kalorienreduziert" vermitteln den Eindruck, man könne damit leichter abnehmen. Zudem verleihen diese Deklarierungen den Anschein von mehr Gesundheit und unbeschwertem Genuss.

Allerdings hat sich dadurch die Lage nicht verbessert. Im Gegenteil: Die Zahl an Übergewichtigen und Diabetikern ist noch immer stetig im Steigen. Allein im EU-Raum leiden ca. 200 Mio. Menschen an Übergewicht und 50 Mio. an Diabetes! Folglich muss die Frage erlaubt sein: Können neue Süßungsmittel die Erwartungen, die an sie gestellt werden, erfüllen?


Ein Denkanstoß von EAT4FUN für Sie
Wenn alle großen Lebensmittelkonzerne ihren kompletten Zuckerbedarf auf Stevia oder ähnliche Ausgangsprodukte für Süßungsmittel umstellen sollten, würde der Anbau und Vertrieb der Nutzpflanze zu weitreichenden und nicht absehbaren Folgen für Land und Leute in Südamerika und Asien führen: z.B. Wasserknappheit, Verlegung von Siedlungen, mehr Transport und damit höhere Schadstoffbelastung.


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