|
Eine meiner Lebensphilosophien lautet Diejenigen die immer davon
reden etwas zu tun, werden von mir
überholt - weil ich es einfach tue! Genau darum geht es mir
auch. Ich treffe eine Entscheidung was ich
machen will und versuche dann dieses Ziel zu erreichen. Wenn ich dann
auch noch weiß warum ich etwas
machen will ergibt sich das wie von selbst. Dazu gehört
aber auch dass man lernt zu scheitern! Ich versuche
an meinen Misserfolgen zu wachsen. An den Erfolgen zu wachsen ist keine
Kunst das kann jeder.
Es geht aber während der gesamten Zeit des Trainings und der Vorbereitungen
nicht nur darum ein Ziel zu
erreichen sondern auch darum jeden Augenblick dabei zu genießen.
Nicht was in der Zukunft liegt zählt
sondern das hier und jetzt! Das ist der winzige Bereich in unserem Leben
den wir selbst beeinflussen können.
Wir können selbst bestimmen ob uns der jetzige Augenblick Freude
bereitet oder Frust. Ob ich mich darüber
ärgere dass ich alleine bei minus 25° am Gipfel sitze und mir
der Wind um die Ohren pfeift, weil ich ja schon
wieder trainieren muss, oder Spass daran habe weil ich heute der einzige
auf diesem Gipfel bin der das
traumhafte Panorama genießen darf alle anderen sitzen unter
einer dicken Nebeldecke und sehen die Sonne
nicht diese Entscheidung liegt alleine bei mir. Du verstehst
vielleicht jetzt nicht was ich mit diesem
Philosophischen Gerede will, was ich damit aber sagen möchte ist
folgendes: Um ein Projekt in dieser
Kategorie auszuführen muss man als erstes an seiner eigenen Einstellung
arbeiten. Diese Projekte gewinnt
oder verliert man im Kopf! Der Körper signalisiert nach einigen
Stunden dass er genug hat und jetzt abbrechen
möchte. Der Kopf entscheidet nun ob man sich nun selbst unendlich
quält oder dem inneren Schweinehund
nachgibt und abbricht. Man kann den Körper trainieren. Man kann
intensive Trainingseinheiten, lange
Trainingseinheiten usw. durchführen, aber man kann nur alle 4 bis
6 Monate den Körper total überfordern und
ein Projekt dieser Größenordnung durchführen. Somit
ist eine Vorbereitung auf solche Projekte nur im Kopf,
nicht aber körperlich möglich sonst brennt man aus
und hat keine Reserven mehr für das eigentliche Ziel. Es
gilt dabei auch noch die Herausforderung anzunehmen diese Projekte der
Familie unterzuordnen. Parallel dazu
gibt es auch noch mein Unternehmen in dem ich für 20 Arbeitsplätze
und deren Familien verantwortlich bin. Die
extremen körperlichen und geistigen Belastungen denen ich mich
bei meinen Vorbereitungen zu den Projekten
aussetze, helfen mir aber immer wieder dabei meine Arbeit zu bewältigen
und selbst in schwierigen Situationen
nicht die Nerven zu verlieren. Das Motto In einem gesunden Körper
wohnt ein gesunder Geist hat daher in
den letzten Jahren für mich immer mehr an Bedeutung gewonnen. Hierzu
will ich aber später noch mehr
sagen.

Die Idee eine Schitour auf 24 Stunden auszudehnen kam mir bereits im
Jahr 2008. Am 14. März 2009 startete
ich dann einen Versuch binnen 24 Stunden mindestens 8848 Höhenmeter
im Aufstieg zu bewältigen. Ich
startete und schaffte 9130 Höhenmeter im Aufstieg nicht
jedoch 24 Stunden. Also war das Projekt für mich
gescheitert! An diesem Misserfolg bin ich aber gewachsen. Ich habe den
gesamten Sommer und den nun
bereit zu Ende gehenden Winter über hart trainiert um mein neues
Ziel zu erreichen. Am 14. März 2010 um
09:00 Uhr habe ich dann dieses Ziel erreicht.
Im September 2009 absolvierte ich ein ähnliches Projekt. Die Hopfgartenumrundung
zu Fuß, der
Gemeindegrenze +- 50 Metern folgend. Das bedeutet wegloses Gelände,
Jungwald, Latschen, Klettereien,
Durchquerung von Bächen und Gräben, weite Gratstrecken und
Blockklettereien. Es galt dabei 92km
horizontale Distanz in unwegsamem Gelände, 9000 Höhenmeter
im Aufstieg und Abstieg, 38 Gipfel und alle
obenstehenden Hindernisse zu bewältigen. Das Projekt gelang in
einem Zug in 31 Stunden.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich dass dies meine Grenzen seien. Nach dem
Projekt 15 habe ich dazu eine andere
Meinung, denn im Vergleich zum Projekt 15 war diese Hopfgartenumrundung
zwar eine hervorragende
Leistung, ordnet sich im Schwierigkeitsgrad und Härte aber eindeutig
hinter dem Projekt 15 ein. Ich weiß aber
auch dass das Projekt 15 nicht das letzte seiner Art sein wird. Ich
habe schon wieder Ideen die nur darauf
warten umgesetzt zu werden und dann wird sich auch das Projekt 15 wieder
einem anderen Projekt
unterordnen müssen. Es muss nicht unbedingt schwieriger oder länger
oder was auch immer sein. Wichtig für
mich ist jedenfalls immer wieder einen Punkt am Horizont zu sehen, auf
den ich mich hinbewegen möchte.
Weiter oben im Text habe ich bereits erwähnt ich wolle noch mehr
zum Thema In einem gesunden Körper
wohne auch ein gesunder Geist sagen. Bei meinen Vorbereitungen
habe ich daran gedacht eine Art
Spendenaktion im Rahmen des Projektes 15 für einen wohltätigen
Zweck zu organisieren. Ich habe dann
überlegt was in meinem Leben eigentlich wichtig sei und was auch
mir bereits geholfen habe. Sehr wichtig in
meinem Leben waren und sind Gesundheit, meine Familie, die Berge, Sport
und Bewegung sowie
hochgesteckte Ziele. Ich habe mir dann Gedanken gemacht was ich aus
alldem denn machen könnte damit
vielleicht jüngere Menschen Perspektiven bekommen. Mir ist dann
der Penningberger Sportverein eingefallen.
Dessen Obmann Hans Fuchs und sein Team widmen einen großen Teil
ihrer Freizeit dem Sport und der
Betreuung von Kindern sodass diese Sport betreiben können. Nicht
Computerspiele oder Videofilme sondern
Schifahren und Rodeln, Schwammerl sammeln und wandern stehen am Programm.
Ich hoffe dass also mit
dem finanziellen Beitrag den ich in diesem Falle leisten durfte, und
dem Funken Motivation der vielleicht beim
einen oder anderen entzündet wurde, Kinder mehr in Richtung Sport
als in andere Richtungen bewegt werden
können. Das Geld ist bei Hans in besten Händen und er hat
auch schon Ideen welche Attraktionen er den
Penningberger Kindern in Zukunft bieten möchte.
Um nun nicht noch länger deine wertvolle Zeit in Anspruch zu nehmen
werde ich meine Gedankensammlung
nun an dieser Stelle beenden, kann mir aber untenstehenden Satz doch
nicht ganz verkneifen:
Der Mensch wächst mit seinen Problemen und Herausforderungen (bei
mir sind das meine Projekte).
Ob er sich diesen Herausforderungen stellt?
Diese Entscheidung trifft jeder selbst!
Ich möchte mich noch bei einigen Menschen und Unternehmen bedanken:
Bei meiner Familie (das Projekt 15 ist erledigt aber
es werden weitere kommen, bitte unterstützt meine
Spinnereien weiterhin! )
Bei meinen Freunden Martin, Matthias, Mich, Robin und Tom (für
die perfekte Betreuung und die
gemeinsamen Vorbereitungen und Trainingseinheiten)
Nochmals extra bei meinem Freund Martin (für alle Materialtüfteleien
und deine permanente Unterstützung!)
Bei der Firma Sport Brosig (für Material und Ratschläge)
Bei Alexander Osl von EAT4FUN (für die Hilfe in allen Essens
und Ernährungsangelegenheiten)
Bei Günther Feuchtner (für all die Trainingsjahre und
alles das ich dabei lernen durfte)
Bei all meinen Mitarbeitern (die Tourenschuhe welche ich zu Anpassungszwecken
Tagelang im Büro getragen
habe passen jetzt!)
Bei Hans Fuchs und seinem Team (ich hoffe meine Tochter Anna
kommt auch in den Genuss eurer Ideen)
Bei allen Begleitern während des Projektes und allen anderen Touren
die wir gemeinsam unternehmen
Bei allen Sponsoren und Gönnern.
|